Fernwärme / Fernkühlung


Beschreibung     

Fernwärme so wie wir sie heute verwenden, wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelt - aber was ist Fernwärme?

Das Grundkonzept besteht darin, von einer zentralen Heizungsanlage aus Warmwasser oder Dampf für die Beheizung von öffentlichen Gebäuden, Wohnblöcken, Büros, usw., zu liefern. Das Warmwasser wird über unterirdisch geführte isolierte Rohrsysteme verteilt. In vielen Hauptstädten in West-, Ost- und Nordeuropa gibt es große Fernwärmenetze, die Wärme über viele Kilometer mit nur minimalem Wärmeverlust zu den Verbrauchern bringen.

Der große Vorteil einer zentralen Wärmeproduktion liegt darin, dass umweltfreundliche Wärmequellen verwendet und kombiniert werden können. Der Großteil stammt von kalorischen Kraftwerken, die die Abwärme aus der Stromerzeugung nutzen. Das bezeichnet man Wärme-Kraft-Kopplung - durch die gleichzeitige Produktion von Strom und Wärme wird im Vergleich zu reinen Kraftwerken für Stromerzeugung die Effizienz von 40% auf über 80% verdoppelt. Andere wichtige Wärmequellen sind die Abwärme aus Müllverbrennungsanlagen, großtechnischen Verfahren und immer mehr auch aus grünen Energiequellen wie etwa Biomasse/Biogas/Erdwärme/Solar-energie.

Aber Fernwämenetze beschränken sich nicht nur auf große Städte, seit 1980 - nach der zweiten Erdölkrise - wurde dieses Konzept auch auf einen kleineren Maßstab übertragen, vor allem in Ländern mit großen Holzvorkommen. Die örtlichen Bauern wurden eingeladen, als Energielieferanten selbständig tätig zu werden, um lokale Fernwärmenetze in den Dörfern zu errichten. Daraus entwickelte sich ein richtiger Boom und andere Länder zogen nach. Biomasse/Biogas gelten als 100% CO2 neutrale Energiequellen - und für diese Zwecke werden ausschließlich Holzabfälle oder speziell gepflanzte Bäume/Stroh/Gras verwendet. Alle großen Ölfirmen haben sich bereits ihren Teil an diesem neuen Kuchen gesichert und sind in dieses Geschäft eingestiegen.

Eine weitere Art von Fernwärme ist die zentrale Wärmeversorgung von Schulen, Universitäten, Hotels, Resorts, Flughäfen oder Einkaufszentren. Dies wird auch als Nahwärme bezeichnet.


Eine neue flexible Rohrlösung für zentrale Wärme-/Kälteversorgung

Aufgrund der seit 1980 zunehmenden Nachfrage nach Fernwärme suchten die Energieversorger nach wirtschaftlicheren Lösungen für die Errichtung von neuen Fernwärmenetzen. Die Hauptprobleme bei den bestehenden Leitungsnetzen aus Stahlrohren waren korrosionsbedingte Ausfälle sowie der große Zeitaufwand für Reparaturarbeiten bei Renovierungen. Die Lösung war Flexalen - das flexible vorisolierte Kunststoffrohrsystem, das in Zusammenarbeit zwischen einem Kunststoffrohrhersteller und einem Energieversorger entwickelt wurde. Dieses neue System kam 1982 auf den Markt.

Für die Medienrohre wird Polybuten verwendet, da es bei den für Sekundärnetzen typischen Temperaturen von bis zu 95°C eine hohe Lebensdauer hat, sowie auch aufgrund der Flexibilität und der Schweißverbindungen.

Im Jahr 2000 begann die Zusammenarbeit mit dem niederländischen Fernwärmeunternehmen NUON, gemeinsam wurde das neue Flexalen 600 System entwickelt. Die erklärten Ziele für diese neue Entwicklung waren: beste Dampfbeständigkeit und ein Wärmeverlust von weniger als 1°C pro Kilometer. Damit eignet sich das neue Flexalen 600 bestens für zentrale Wärme- und Kälteanlagen. Trägerrohre aus dem neuen Basell Polybuten sorgen für eine noch bessere Langzeitleistung bei einer maximalen Betriebstemperatur von 95°C und dem höchsten Nenndruck im Vergleich mit PE-X und PP.


Zentrale Kühlung

In Europa gibt es einen rasant wachsenden Energiebedarf aufgrund des verstärkten Einsatzes von Klimaanlagen, was in den vergangenen Rekordsommern vielerorts die Stromversorgung an den Rand des Zusammenbruchs geführt hat. Für gewöhnlich laufen die dezentralen Kühlgeräte größtenteils mit Strom. Eine Alternativlösung für dieses potenzielle Versorgungsproblem ist die zentrale Kühlung. Zentral produziertes Kühlwasser ist die ökologisch bessere Lösung.

Energieversorger nutzen die Chance und bieten parallel zu ihren Heizungsaktivitäten auch zentrale Kühlung an. Interessant ist hierbei, dass die skandinavischen Länder und die Vereinigten Arabischen Emirate in diesem Bereich führend sind, vorallem was Großprojekte betrifft.

Eines der am schnellsten wachsenden Leitungsnetze wird derzeit in Dubai installiert, einer Stadt mit außergewöhnlich starker Bautätigkeit. Die Hauptleitungen bestehen aus geraden vorisolierten Rohren mit einem Durchmesser von bis zu 1600 mm und stammen aus lokaler Fertigung. Flexalen bietet flexible vorisolierte Rohre mit einem maximalen Durchmesser von 110 mm für die Nebenleitungen.

Hotelresorts in allen subtropischen und tropischen Regionen sind mit einer zentralen Kühlwasseraufbereitung für die Speisung der dezentralen Klimageräte ausgestattet. Ein idealer Anwendungsbereich für flexible vorisolierte Kunststoffrohre. Schnelles Verlegen und wartungsfreier Betrieb sind die besten Argumente für den Investor. Eines der weltweit führenden Luxushotels – das OBEROI Rajvilas Hotel in Jaipur - wurde 2007 im Zuge von Renovierungsarbeiten ebenfalls mit Flexalen-Rohrsystemen ausgestattet.


Was bietet Thermaflex?

Flexible Flexalen-Rohre mit einem Durchmesser von 20 bis 225 mm für unterirdische Verlegung und den Innenbereich bieten eine umfassende Lösung. Zusammen mit dem perfekten schweißbaren Anschlusssystem von Georg Fischer und dem technischen Anwendungs-Know-how ist Thermaflex in vielen Ländern sowohl bei Heizungs- wie auch bei Kühlsystemen der bervorzugte Lieferant.

Unsere Techniker beraten und unterstützen Investoren, Planer und Errichter in den Planungs- und Ausführungsphasen eines Projekts, um eine maximale Produktqualität zu erzielen. Speziell geschulte Vertreter vor Ort sprechen die Sprache unserer Kunden und bieten Supportleistungen in mehr als 40 Ländern weltweit.